Tag 1: Pinneberg – Malmö; mit VW Bus und PKW bis nach Travemünde, Einchecken auf der Finnlines, die 9 Stunden bis nach Malmö fährt. Dieses Mal waren wir schlauer und hatten Badezeug für den Pool mit an Deck. Angekommen, sind wir gleich weiter, um außerhalb von Malmö zwischen Straße und Bahnlinie nach dem »Jedermannsrecht« für die erste Nacht unsere Zelte aufzuschlagen.

Tag 2: im Irgendwo bei Vimmerby und weiter zum Ösjön; dort soll unsere Kanutour am nächsten Tag starten. Es beginnt zu regnen. Wie gut, dass wir doch noch reichlich Schwarzzeug eingepackt haben. Damit lässt sich schon mal ein Unterstand bauen. Wie schön, das Plumpsklo (und alle weiteren!) bietet noch Platz für . . . ihr wisst schon!

Tag 3: Es regnet ununterbrochen Hunde und Katzen. Das „Fritzzelt“ und das „Bakzelt“ sind abgesoffen – also Kote bauen. Unwetterwarnung! So immerhin keine fiesen kleinen »Mückenfliegen«, die obernervig sind. Wie vor zwei Jahren kommt eine Gruppe Schersberger. Die Leitung ist erfahren und hat immer wieder gute Tipps für uns.
Unser Unterstand schützt nun 25 Leute. Es wird gemeinsam gekocht, gegessen, gesungen, gespielt. Eigentlich richtig schön!

Tag 4: Es hat tatsächlich aufgehört zu regnen. Das passende Geburtstagsgeschenk für Thorsten. Rein in die Boote und los geht es! Fluss und See sind bis oben voll! Kein Treideln, dafür passen wir manches Mal nicht mehr unter einer Brücke oder einem umgefallenen Baum drunter her und müssen umtragen oder drüber her! Ha, wir haben den Unterstand vom letzten Mal gefunden und quetschen uns fast alle hinein – immerhin warm und trocken!
»Lernen durch Tun« – auch Handys sollten in die wasserdichten Säcke und nicht in die Hosentasche.

Tag 5: Erste große Umtragestelle. Dieses Mal tragen wir um, die Stromschnelle ist zu doll. Genaues Hinsehen führt uns zu einem glasklaren See – aber eiskalt. Die nächste große Umtragestelle ist gleichzeitig Kulturstätte, wo wir auch die Kote und die Zelte für die Nacht aufbauen. Das Anlanden war richtig schwierig. Verlust: Eine Brille und zwei Paddel.

Tag 6: Wir entschließen uns dazu, bei Gemüsesuppe und Joghurt noch einen Tag an diesem Ort zu bleiben, sauber zu werden, Sachen zu trocknen und ein bisschen zu entspannen. Konsensbildung – wer paddelt mit wem. Wir entnehmen dem Radio, dass Deutschland wohl verloren hat. (Die Autos wurden jeweils nachgeholt bzw. am nächsten Ort stationiert.)

Tag 7: Nochmals Konsensbildung wer mit wem. Aufbruch zur dritten Umtragestelle, richtig Arbeit, mit acht jungen Leuten »locker« zu schaffen, Schokoladenpause (wie viele sind noch von den 60 da?), oder doch lieber Müsliriegel?
Ankunft beim Platz mit dem schönen Klo! Einer fehlt noch, sitzt in »Rasilien« und kommt alleine fast nicht raus. Oh, da ist der Gemeindeassistent aber nicht mehr ganz so gut gelaunt. So gibt’s Grießbrei und verrückte Spiele zur Aufbesserung. »Scheiß« kleine »Fliegenmücken«! Nachts tüchtig Gewitter, aber keiner abgesoffen!

Tag 8: Die Sonne brennt, einige schwächeln. Gemeinsam durch Storebro. Wir treffen andere deutsche Pfadfinderinnen, die Gruppe (ca. 10 Mädchen, so 10 bis 12 Jahre alt) wandert drei Wochen dort, begleitet von einer 17jährigen Gruppenleiterin. Beeindruckend!
Wir finden unseren Wurzelplatz auf Anhieb. Steht aber ziemlich unter Wasser. Ravioli.

Tag 9: Geheimtipp: Wir paddeln zu einer einsamen, wunderschönen Insel mitten im Krönen. Eine nächste Kotenaufbaumöglichkeit am Seil zwischen zwei Bäumen funktioniert. Weil Mehl vergessen wurde, gibt es Rührei statt Pfannekuchen. Auch gut!
Keine »Fliegenmücken« dort! Super!

Tag 10: Der letzte Kanu-Tag ist angebrochen, heute geht es quer über den See zur Endstation Kronsgarden. Warme Duschen und ein richtiges Klo, das ist echter Luxus!

Tag 11: Vimmerby – Irgendwo vor Malmö. Nach Gottesdienst, Eisessen und Sandkastenspielen in Vimmerby geht’s bis kurz vor Malmö. Wunderschöner Platz am See mit Steg und Sonnenuntergang. Dazu Lieder und ein »Fast-Vorbei-Seufzer“.

Tag 12: Malmö – Pinneberg; Interessant. Der alte Hafen ist voll mit moderner Architektur. Toller öffentlicher Badesteg. Die Mutigen hüpfen in die Ostsee. Dank einer superschlechten Ausschilderung hätten wir fast die Fähre verpasst. Leider kein Pool, aber Sauna an Bord.

Tag 13: 2 Uhr Gemeindehaus St. Michael. Schnell hinlegen und schlafen.
9 Uhr: Frühstück mit Tisch und Stuhl – kann man sich wieder dran gewöhnen.
Aber schön war’s. Tschüss bis zum nächsten Mal!