Schwedenfahrt vom 10. bis 22. Juli mit elf Jufis und fünf ganz großen Pfadfindern
 

Tag 1: Quickborn – Malmö: Mit der Bahn über Lübeck bis nach Travemünde, Einchecken auf der Finnlines-Fähre, die 9 Stunden bis nach Malmö fährt. Dort angekommen, beginnt die Suche nach einem Schlafplatz, den uns der Pfarrer der katholischen Kirche glücklicherweise zur Verfügung stellt.

Tag 2: Malmö – Vimmerby: Frühes Aufbrechen zur Malmö Central Station, wo die Bahn allerdings aufgrund von Blitzeinschlägen ein bis zwei Stunden später abfährt als erwartet. Mit dem Bus geht es weiter bis nach Vimmerby, wo der erste Verletzte des Tages zur Sicherheit im Krankenhaus behandelt wird. Der Rest macht sich auf den Weg nach Ösjön – dort soll unsere Kanutour am nächsten Tag starten.

Tag 3: Nach einer Nacht zahlloser Mückenstiche bepacken wir die Kanus und fahren auf dem Stangan, dessen Verlauf wir in den kommenden Tagen weiter folgen. Ziel ist ein Unterstand, den wir durch ein aufziehendes Gewitter aber nicht erreichen können. Wir finden trotzdem einen geeigneten Schlafplatz.

Tag 4: Erste Umtragestelle. Wir tragen aber nicht um, sondern bugsieren die Boote mitten durch die Stromschnelle; der Weg ist weit und an einigen Stellen gefährlich, trotzdem schaffen es alle bis dorthin. Die nächste Umtragestelle ist gleichzeitig Kulturstätte, wo wir auch die Kothen und Zelte für die Nacht aufbauen. Hier gibt es sogar ein richtiges Klo (Hurra!).

Tag 5: Wir entschließen uns dazu, bei Milchreis und leckeren Bratkartoffeln noch einen Tag an diesem Ort zu bleiben und ein bisschen zu entspannen.

Tag 6: Aufbruch zur dritten Umtragestelle, wo wir eine kleine Kaffee- und Schokoladenpause einlegen. Das Trinkwasser geht uns langsam aus, die Suche danach bleibt erst einmal erfolglos. Ziel des Tages und Treffpunkt mit dem Bulli ist ein »Geheimtipp«, ein schöner Badesee, an dem wir allerdings gradewegs vorbei paddeln. Mitten im Nirgendwo schlagen wir also unser Nachtlager auf, wo der Bulli zum Glück noch hinfindet.

Tag 7: Neues Trinkwasser wird besorgt, wir paddeln weiter bis zu einer Feuerstelle. Der Bulli kommt mit frisch eingekauftem Essen nach, am Abend testen wir verschiedene Joghurts, um den leckersten in Massen nachkaufen zu können.

Tag 8: Wir wollen bis zur nächsten Feuerstelle paddeln, aber auch daran fahren wir erst einmal ahnungslos vorbei . . . und das, wo wir nach dem langen Weg schon am Ende unserer Kräfte sind. Daran sind »natürlich« nur die Leiter Schuld . . . Wir kehren also um und können unseren Schlafplatz doch noch am geplanten Ort einrichten.

Tag 9: Der letzte Kanu-Tag ist angebrochen, heute geht es zur Endstation. Der auf der Karte eingezeichnete Rastplatz in Vimmerby existiert nicht, und so müssen alle die harte Tour bis zum Krön schaffen. Dafür kommt dort jeder in den Genuss warmer Duschen.

Tag 10: Wir machen uns einen entspannten Tag mit Soft-Eis in Vimmerby. Abends steht am Strand ums Feuer die Versprechensfeier von Lukas R., Lukas B. und Timo an.

Tag 11: Vimmerby – Malmö: die Rückfahrt verzögert sich, weil der Reifen des Linienbusses auf dem Weg nach Nässjö platzt. In Malmö schlafen wir erneut bei der katholischen Kirche.

Tag 12: Malmö – Pinneberg; die neun Stunden auf der Fähre verstreichen in Pool und Sauna schneller als auf der Hinfahrt … dieses Mal haben alle Schwimmsachen eingepackt. In Pinneberg kommen alle wohlbehalten an und können sich auf eine mückenlose Nacht freuen.

Laure Bosquillon de Jarcy